Therapien

Beschreibungen der Therapien

Bobath Therapie

Diese Therapieform richtet sich an Menschen mit angeborenen und erworbenen Störungen des zentralen Nervensystems, sensomotorischen Auffälligkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen oder anderen neurologischen Erkrankungen.

Bei durch Hirnschädigungen hervorgerufenen Bewegungsstörungen (Halbseitenlähmung nach Schlaganfall, Hirntumore, Hirnverletzung usw.) hilft die Therapie bei der Schulung der Gleichgewichtsreaktion sowie bei der Gleichgewichtsübertragung von der einen auf die andere Körperseite beim Gehen. Es werden optische, akustische und taktile Stimulationen durch ein sensomotorisches Training in die Behandlung einbezogen.

Das Gehirn soll unbekannte oder vergessene Bewegungsabläufe wieder erlernen. Dadurch organisiert es sich neu und eine gelähmte Körperpartie kann reaktiviert werden.

Brügger Therapie

Durch eine körperliche Einschränkung (z. B. Muskelverkürzungen) sendet der Körper Signale (Schmerz) an das Zentrale Nervensystem. Dieses reagiert darauf mit einer Art ‚Schutzprogramm‘, sog. Schonhaltungen bzw. Ausgleichsbewegungen. Nach einer individuellen Funktionsprüfung werden durch Übungen wie z. B. Dehnungen, Training von Alltagsbewegungen oder Wärmeanwendungen die entsprechenden Körperregionen entlastet. Dadurch werden Schmerzen gelindert, Störfaktoren beseitigt, eine aufrechte Körperhaltung wieder erlernt und die Statik des gesamten Körpers korrigiert.

CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) – Kiefergelenkstörung

Diese schmerzhafte Dysfunktion wird durch ein gestörtes Zusammenspiel von unterschiedlichen Muskeln, Sehnen und Gelenken ausgelöst. Unklare Gesichtsschmerzen, Kopf-, Nacken- und Rücken- bis hin zu Knieschmerzen können Symptome sein, wie auch Schwindelattacken und Tinnitus. Die physiotherapeutische Begleit-Therapie umfasst u. a. Wärmebehandlungen, Massagen zur punktuellen Entlastung, Taping, cranio-sacrale Techniken, Wirbelsäulentherapie oder auch Fußreflexzonenmassage.

Überweisungen erhalten Sie bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt oder Ihrer/m Kieferorthopädin/orthopäden.

Craniale Osteopathie

Mit dieser Therapie werden funktionelle Störungen im cranio-sacralen System behandelt. Dieses ist die funktionelle Einheit der anatomischen Strukturen und des zentralen Nervensystems. Sanfte, sensible und manuelle Mobilisation blockierter Strukturen im Bereich des Schädels, des Beckens und der Wirbelsäule werden so harmonisiert.

Elektro-Therapie

Durch gezielt herbeigeführte Muskelkontraktionen werden natürliche Heilungsvorgänge durch Strom und Stromimpulse im Körper aktiviert und unterstützt. Bei akuten oder chronischen Schmerzzuständen, Lähmungserscheinungen, Störungen des vegetativen Systems, Inkontinenz, Tinnitus und Durchblutungsstörungen wirkt die Elektrotherapie schmerzlindernd, durchblutungsverbessernd, vorbeugend und vegatative Vorgänge beeinflussend.

Extensions-Therapie (Schlingentisch)

Die Extension ist eine spezielle Technik, die manuelle und apparativ (mithilfe eines Schlingentisches) durchgeführt werden kann. Mit dosierter Intensität auf Gelenke und Wirbelsäule sowie Krafteinsatz, Zugrichtung und entsprechende Gelenkstellung wird eine schmerzlindernde Wirkung, Entlastung der Gelenke und Nervenwurzeln sowie eine generelle Druckminderung erzeugt.

Die apparative Extension ist als Heilmittel in Kombination mit Krankengymnastik oder manueller Therapie verordnungsfähig.

Hivamat® 200

Durch das Gerät wird ein pulsierendes, elektrostatisches Feld im Gewebe der Patientin/des Patienten aufgebaut. Es entsteht eine Tiefen-Oszillation, die nachhaltig bei Traumata, aktuen Schmerzen, bei der OP-Nachsorge, Atemwegserkrankungen oder auch bei offenen Wunden wirkt. Manuelle Behandlungsformen können dadurch ergänzt und intensiviert werden. Regenerationsprozesse können durch den frühen Einsatz des Gerätes entscheident verkürzt werden. Chronische oder stagnierende Heilungsprozesse werden neu belebt.

Kinesiologisches Taping/Kinesiologisches Lymphdrainage

Bei Kinesiologischen Taping werden Sie schnellstmöglich wieder schmerzfrei. Eine deutliche Verbesserung ist auch bei länger anhaltenden Beschwerden schnell zu erreichen. Die Wirkungen dieses Tapings sind u. a. Schmerzdämpfung, Durchblutungssteigerung, Lymphabfluss und Verbesserung der Muskelfunktion und Sensorik.

Manuelle Therapie

Je nach individueller Befundung nutzt die manuelle Therapie die Mobilisierung von Gelenkfehlstellungen, Massagen, Reflexzonenbehandlungen oder auch gymnastische Übungen. Die Lösung von Blockierungen, Triggerpunktbehandlung oder Schmerzlinderung durch das Auflösen von Verklebungen sind ergänzende Anwendungen, die Bestandteile der manuellen Therapie sind.

Ultraschall

Ultraschall ist eine Mischung aus Wärme- und Elektro-Therapie. Durch hochfrequente Schwingungen werden tiefer gelegene Gewebeschichten erwärmt. Dies dient der Schmerzlinderung, der Lösung von Verklebungen, der Auflockerung von Gewebe und der lokalen Muskeldetonisierung.

Wärme-Therapie

Durch Packungen (z. B. Heiße Rolle) oder Infrarotwärmestrahlung wird bei nicht-entzündlichen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, bei Arthrosen, Wirbelsäulenerkrankungen oder muskulären Verspannungen das Gewebe erwärmt, wodurch der Sauerstofftransport und die Nährstoffaufnahme bzw. die Abgabe von Abbauprodukten gesteigert wird. Des Weiteren wird durch den Temperaturanstieg im Gewebe die Immunabwehr gesteigert.

Oft wird die Wärme-Therapie auch bei chronischen Gelenkentzündungen erfolgreich eingesetzt. Bei Krebserkrankungen wirkt sie unterstützend. Bei Unruhe- und Erregungszuständen wirkt sie entspannend.

Unterstützt wird die Wärme-Therapie auch durch ein in der Praxis vorhandenes Ultraschallgerät.